Letzte Wünsche

Eines unserer Anliegen ist es, auch letzte Herzenswünsche unserer Bewohner zu erfüllen. Oft gibt es am Lebensende noch einmal eine starke Sehnsucht nach Orten, die einem viel bedeutet haben oder ein lang gehegter Wunsch konnte bisher nicht mehr umgesetzt werden, weil eine schwere Krankheit einen zu unvermittelt ereilte.

Um die Erfüllung solcher Wünsche zu ermöglichen, arbeiten wir mit „S.O.S. Leipzig e.V.“ und dem "Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes" zusammen.

 

 

 

Fahrt in die Heimat

So hat Herr Thomas Höhne vom ASB Leipzig gemeinsam mit seinem Kollegen einen wichtigen Herzenswusch unseres Hospizbewohners Marek D. erfüllen können.

Marek D. wusste, dass er nicht mehr viel Zeit zu leben hat und wünschte sich nichts sehnlicher, als in seinem polnischen Heimatort Otmuchów (80 km südlich von Wroclaw) bei seiner Frau die letzten Lebenstage zu verbringen. Viele Jahre lebte er in der Nähe von Leipzig und war daher auch zunächst in unserem Hospiz aufgenommen worden.
Die Sehnsucht nach der Heimat wurde nun wieder vordergründig.
Unser Hospizteam, hat den Kontakt zum Wünschewagen-Team hergestellt. Herr Thomas Höhne, Projektleiter beim ASB kümmerte sich um alles Organisatorische dazu. Absprachen mit dem polnischen Konsulat (Dankschön an Frau Sokolovska!) waren nötig, die Regularien der polnischen Autobahngebühr mussten geklärt werden, Streckenführung und anderes Bürokratische.

Am 10. Februar 2017 war es dann soweit – Marek D. ist am frühen Morgen mit dem Wünschewagen abgeholt worden. Nach 5 Stunden Fahrt seine Frau endlich in die Arme schließen. 

 

Ausflug an den Kulkwitzer See

Waltraud G. bezeichnet sich selbst als Bade-Ratte. Schon immer ist sie gern schwimmen gegangen, besonders im Kulkwitzer See im sächsischen Seenland. Im Hospiz ADVENA äußerte Waltraud G. nun den Wunsch, dass sie noch einmal an ihrer „Stamm-Badestelle“ baden gehen möchte. Dank des Wünschewagens des Arbeiter-Samariter-Bundes und der Unterstützung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Leipzig konnte ihr dieserWusch erfüllt werden. Begleitet von der Sozialarbeiterin des Hospizes und einer Badefreundin, genoss Waltraud G. das kühle und klare Wasser des Kulkis – wie sie den See liebevoll nennt. Ein großes Dankeschön für diesen tollen Ausflug an alle Unterstützer.

   

 



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