Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig

Hospizeinblicke für Medizinstudierende

Jedes Jahr wird Medizinstudierenden des 5. Semesters der Universität Leipzig ein Einblick in die Hospizarbeit vermittelt. Das geschieht im Rahmen des "POL-3-Praktikums Hospiz".* Dieses Praktikum können die Studierenden bei uns im Hospiz ADVENA in Leipzig absolvieren.
Zum Praktikums-Ablauf: Innerhalb von vier Wochen besuchen drei Gruppen/Woche mit je 15 Studenten unser Hospiz ADVENA in Leipzig. Eine der beiden Palliativmedizinerinnen unseres Hospizes (Frau Dr. Weiler oder Frau Dr. Müller) sowie die Einrichtungsleiterin (Carmen Krupper) bzw. unsere Sozialarbeiterin (Annette Müller) sind dann jeweils als Ansprechpartnerinnen vor Ort. Sie informieren über ärztliche, aber auch die pflegerischen, psychosozialen und seelsorgerischen Tätigkeiten in unserem Haus und stellen sich den Fragen der Studentierenden.
Es geht es bei diesem Praktikum weniger um Fakten und Zahlen. Die Studentierenden erfahren vor allem, wie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des multiprofessionellen Teams Hand in Hand zusammenarbeiten und welch unerlässliche Unterstützung die ehrenamtlichen Hospizhelfer in unserer Einrichtung sind. Viele Fragen werden dazu beantwortet und somit auch Berührungsängste mit der Thematik Palliativmedizin abgebaut.

*POL = Problemorientiertes Lernen
 

Zusammenarbeit mit der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät, Insitut für Förderpädagogik 

Im Rahmen ihrer Staatsexamensarbeit Sonderpädagogik, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung haben sich die beiden Studentinnen Lisa Weber und Jule Rohrbach mit unserem Bildungsprojekt „Juna und Norwin reisen durch das Leben“ intensiv auseinandergesetzt. Durch ein Seminar zu Sterben und Trauer sind sie auf die Thematik aufmerksam geworden. Eine inhaltliche Zusammenarbeit zwischen unserer Projektkoordinatorin Susan Graf und der betreffenden Dozentin der Uni Leipzig, Frau Dr. Schlichting besteht bereits seit längerem. Letztere hat dieses Projekt als Examensarbeit vermittelt.

Ziel war es, in enger Zusammenarbeit mit Susan Graf das ursprünglich als Präventivprojekt für Vorschulkinder angelegte Projekt für Förderschüler mit geistiger Behinderung zu adaptieren. Die Leipziger Förderschule Schloss Schönefeld wünschte sich eine Anpassung für eine Mittelstufenklasse (10 bis 12 Jahre).
Frau Weber und Frau Rohrbach setzten sich intensiv damit auseinander, von welcher Bedeutung es ist, Kinder mit den Themen Sterben, Tod und Trauer vertraut zu machen und sie davon nicht fern zu halten. Frau Susan Graf hat sie in das Projekt und viele Details, die es zu beachten gibt, umfangreich eingeführt.
Zunächst haben die beiden Studentinnen einen kompletten Durchlauf in einem Kindergarten begleitet und unterstützt. Die Adaption des Projektes erfolgte dann in einem sehr aufwendigen Prozess. Durch die starken Beeinträchtigungen der Kinder war fast keine direkte verbale Kommunikation möglich, die Anpassung erfolgte also letztlich sehr individuell auf die Klasse abgestimmt. Fühlen, Tasten, Musizieren waren wichtige Kommunikationselemente. Hilfreich und vordergründig war die Arbeit mit den beiden Handpuppen Juna und Norwin – allerdings mit neuen, stark vereinfachten Texten. Bemerkenswert empfanden es die Studentinnen, dass die Thematik sehr offen von den Kindern angenommen wurde und wie aufmerksam auch die schwerstbehinderten Kinder die jeweils einstündigen Kurse verfolgten.

Ein eigenes Fazit der Studentinnen Frau Weber und Frau Rohrbach? -
Die eigenen Hemmschwellen, mit Kindern ganz offen über Abschied, Tod und Trauer zu sprechen sind komplett abgebaut und die Wichtigkeit dieser Themen im Umgang mit Kindern wurde ihnen sehr bewusst.
 



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